3.3.17

Die schwedischen Gummistiefel

von Henning Mankell

Seit dem nun 70-jährigen Fredrik Welin als Chirurg ein Kunstfehler unterlief, lebt er allein auf einer einsamen Insel in Schweden. Eines Nachts brennt sein Haus ab, er kann sich in letzter Sekunde aus den Flammen retten, doch ihm ist so gut wie nichts geblieben. Er zieht in den alten Wohnwagen seiner Tochter, der noch auf der Insel steht. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf: es handelt sich eindeutig um Brandstiftung. Welin gerät in Verdacht, das Feuer selbst gelegt zu haben.
Nur wenige Menschen stehen ihm noch nahe: Jansson, der pensionierte Postbote, die junge Journalistin Lisa Modin, in die er sich verliebt, und seine Tochter Louise, die schwanger ist und in Paris lebt. Als sie wegen eines Diebstahls in Untersuchungshaft gerät, ruft sie ihn zu Hilfe. Während er in Paris über ihre Freilassung verhandelt, erfährt er, dass auf den Schären schon wieder ein Haus in Flammen steht. Fazit:
„Die schwedischen Gummistiefel“ sind eine Art Nachfolgeroman der „Italienischen Schuhe“, steht aber für sich allein. Die Geschichte spielt in der Nachsaison auf den Schären, die Hauptfigur ist der alte, alleinstehende Arzt Welin und rings um ihn wird gestorben, sogar die Karpfen sterben aus. Das Alter, die Angst vor dem Tod und die Einsamkeit sind die zentralen Themen dieses Romans. Mankell erzählt wunderbar poetisch und in langsamem Tempo, die Beschreibungen der Schärenlandschaft wecken das Fernweh.

Empfehlung:
Mankells letzter Roman ist ein tiefbewegendes Buch über das Altern und das Menschsein. Eine absolute Leseempfehlung. 

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