3.7.15

Butcher’s Crossing

von John Williams 

Der Roman „Butcher’s Crossing“ von John Williams ist bereits in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den USA erscheinen, wurde aber erst jetzt in Deutschland entdeckt. Es handelt sich um einen Western. Jetzt werden Sie sich vielleicht fragen, wie man heutzutage als erwachsener Mensch noch Western lesen kann. Nun, man darf auch Western lesen, wenn sie nicht nur spannend sind, sondern auch noch einen tiefen Sinn ergeben und sprachlich überzeugen.
All das trifft auf Butcher’s Crossing zu. Ein junger Harvard-Student namens William macht sich im Jahr 1873 auf den Weg in den Wilden Westen. Er kommt nach Butcher's Crossing, einem Ort, bestehend aus einem Laden, einem Bordell, einem Saloon, einem Hotel und ein Paar Häusern. Ein Büffeljäger namens Miller überredet ihn, nach Colorado zu reiten, um dort eine riesige Büffelherde zu jagen. Nach 14 entbehrungsreichen Tagen erreichen sie die abgeschiedenen Berge Colorados. Und dort gibt es sie wirklich: die letzte große Büffelherde. Die Männer veranstalten ein unbeschreibliches Gemetzel. Tausende von Büffeln werden getötet, um ihr Fell zu gewinnen. Doch dann verpassen die Männer den richtigen Augenblick zur Rückkehr und sie werden vom Winter überrascht.

Fazit: Der Protagonist hat die Stadt verlassen, er ist getrieben von einer großen Sehnsucht nach der freien, unberührten Natur. Doch als er sie findet, zerstört er sie. Ein wunderbarer Roman, der wegen seiner Sprache, den wunderbaren Naturbeschreibungen und seiner spannenden Handlung überzeugt. 

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