25.3.16

Eisige Schatten

von Jørn Lier Horst

Kurz vor Weihnachten wird der Nachbar von Hauptkommissar William Wisting tot in seinem Fernsehsessel aufgefunden - gestorben ist er jedoch bereits im Sommer, wie die Obduktion ergibt. Der Fernseher läuft noch immer, das auf dem Beistelltischchen liegende Fernsehprogramm ist vom August. Während Wistings Tochter Line, die mittlerweile als Journalistin arbeitet, für die Vorweihnachtszeit wieder zu ihrem Vater nach Stavern zieht, um ein Porträt über diesen Tod in Einsamkeit zu schreiben, muss Wisting selbst den Mord an einem Unbekannten aufklären. Dessen Leiche ist unter einem verschneiten Tannenbaum einer Weihnachtsbaumplantage gefunden worden, aber auch er ist schon seit den Sommermonaten tot. Wistings Fall nimmt immer größere Dimensionen an, als die Überprüfung von Fingerabdrücken an einem Gegenstand, der im Besitz des Toten gefunden wird, eine Übereinstimmung mit einem in den USA gesuchten Serienmörder ergibt. Nun schaltet sich auch das FBI in die laufenden Ermittlungen ein, die Presse wittert eine Sensation und macht den Ermittlern das weitere Vorgehen schwer. Inzwischen fährt Line auf den Spuren des einsam Verstorbenen durch die tief verschneite Stadt. Aus Interviews mit seinen Bekannten erfährt sie immer mehr über ihren ehemaligen Nachbarn und ist sich plötzlich gar nicht mehr so sicher, ob er wirklich einfach nur eines natürlichen Todes vor dem Fernseher gestorben ist. Als sie während eines Schneesturms eine Autopanne hat, gerät sie in große Gefahr…

Auch im neuen Buch von Jørn Lier Horst begleitet der Leser sowohl Kommissar Wisting als auch seine Tochter Line, und wieder gibt es aus diesem Grund eigentlich zwei Fälle in einem Buch. Spannend! Kleiner Tipp: Am besten an einem warmen Plätzchen hinterm Ofen lesen, da man alleine von den Schilderungen des eisigen Winterwetters bereits frieren könnte!

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