19.8.16

Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

von Jonas Jonasson

Per Persson hat von Beginn an kein leichtes Leben: Vom Vater für eine Flasche Cognac preisgegeben, als er zwei Jahre alt war, beginnt er bereits als Teenager als Koordinator in einem eher seichten Etablissement zu arbeiten, um Geld zu verdienen, und bleibt auch bei dieser Tätigkeit, als seine Mutter Schweden verlässt und einem Banker nach Island folgt. Auch nach der Umwandlung des Bordells in eine dritt- oder noch eher viertklassige Pension bleibt er dort weiterhin tätig, nun als Rezeptionist. Einer der Pensionsgäste ist Johan Andersson, genannt Mörder-Anders. Er hat viele Jahre gesessen, da die Kombination Schnaps und Tabletten bei ihm eine derart blinde Wut hervorruft, dass schon mal Menschen dran glauben müssen, die ihm mit Nichtigkeiten in die Quere kommen. Der Rezeptionist und seine Zufallsbekanntschaft, die gerade obdachlos gewordene, nicht an Gott glaubende Pfarrerin Johanna Kjellander, wittern hier ein gutes Geschäft und beginnen, Knochenbrecherjobs an Mörder-Anders zu vermitteln und eine hohe Provision dafür einzustreichen. Das Geschäft läuft so lange gut, bis sich Mörder-Anders plötzlich von Jesus bekehrt glaubt und keine Knochen mehr brechen will. Der Rezeptionist und die Pfarrerin müssen wohl oder übel das Geschäft aufgeben, nicht ohne vorher jedoch noch die gesamte Stockholmer Unterwelt über den Tisch zu ziehen. Plötzlich finden sie sich auf einer waghalsigen Flucht im Wohnmobil wieder, mit einem bekehrten Mörder, der willkürlich Geld an Arme verteilt, im Schlepptau und der gesamten erbosten schwedischen Unterwelt auf den Fersen…
Jonas Jonassons Romanfiguren liegen alle nahe am Wahnsinn, sind dabei jedoch so charmant und charismatisch, dass man ihnen alles verzeiht und mit ihnen mitfiebert. Wer Zerstreuung sucht und auch an Skurrilitäten Freude hat, dem wird auch dieses Buch sehr viel Spaß machen!

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